Linkschau XII: Gefallene Helden, MP3-Player Verbote & Fair Play

Zunächst möchte ich allen Lesern einen Besuch bei der Sports Journalist Association ans Herz legen. Norman Giller war in Flandern, um sich auf die Spurensuche nach zwei Fußballern zu machen, die im 1. Weltkrieg gefallen sind.

Der Autor erinnert mit einigem Pathos anDonald Simpson Bell und Walter Tull. Fußballer unter anderem bei Newcastle United bzw. den Tottenham Hotspurs.

Aktuell sind diese beiden Clubs in der Premier League aktiv und als Achter bzw. Neunter im Mittelfeld der Tabelle platziert. Chelsea hingegen ist in die Vollen gegangen. 2 Spiele, 2 Siege, 12 zu 0 Tore. Klingt gut. Aber haben die „Blues“ auch die schönsten Trikots? Entscheidet selbst.

Auch das Trikot von Dave Kitson ist zu sehen. Er spielt im klassischen rot-weiß-gestreiften Dress mit den drei Streifen. Damit ist er wohl zufrieden, aber er macht sich Sorgen um seine Kollegen. Aus seiner Sicht töten MP3-Player den Fußball.

I find iPods one of the most antisocial things to have come into the changing room. Changing rooms should be buzzing with anticipation and energy before a game. But more and more I see players slumped around in their own world, generally looking miserable.

Aus Sicht von Kitson sollten die Spieler lieber dazu ermutigt werden gemeinsam Musik zu hören, um sich für das Spiel zu motivieren. Ein interessanter Ansatz. Könnte sicherlich auch in einigen deutschen Clubs mal diskutiert werden.

Fabio Capello scheint ähnlicher Meinung zu sein und hatte seinen Spielern die MP3-Player bei der WM in der Kabine verboten. Hat aber auch nix gebracht.

Aus Sicht der Daily Mail sollten die Spieler im Bus zusammen singen – wie Ghana etwa.

Ich kann mir den tänzelnden Gerrard oder den lauthals singenden Rooney – der ja schon bei der Nationalhymne nie mitsingt – nur schwerlich vorstellen. Vielleicht sollten die Jungs deshalb einfach mal Gesangsunterricht bei den Kollegen von der Rugby Nationalmannschaft nehmen:

Vielleicht haben die Rugby Spieler ja auch noch einige Lektionen in Sachen „Fair Play“ parat. Vor allem die Spieler von Aalborg könnten davon wohl noch einige gebrauchen. Im Spiel gegen den FC Midtjylland nutzten sie das faire Spiel des Gegners aus und erzwangen so sogar eine rote Karte. Seht selbst:

Keine faire Aktion von Aalborg und eine rote Karte, die es so nicht hätte geben sollen.
Gábor Nagy hingegen, Spieler von Haladás hatte sich seine rote Karte nach einem Foul verdient. Sein Mitspieler Balazs Molnar sah das anders und hat Schiedsrichter Alvaro Garcia Miguel die Karte aus der Hand gerissen und sie auf den Boden geschmissen. Clever.

Zwei rote Karten innerhalb von 30 Sekunden klingt rekordverdächtig. Wie die rote Karte gegen Youssef Mohammad im Spiele Köln gegen Kaiserslautern. Nur 87 Sekunden stand der Abwehrspieler auf dem Feld. So fix durfte in der Bundesligageschichte noch nie jemand duschen gehen.

Aber international gibt es einen Kicker, der noch schneller war. Nach 12 Sekunden war für Ze Carlos Feierabend:

Ich glaube man nennt das übermotiviert oder auch ganz einfach: dumm.

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