Der nächste Gegner: Kommende Jungnationalspieler

Sie wissen wo die Reise hingeht. Nach Schweden.

Die Mainzer Kicker Holtby und Schürrle werden beim nächsten Spiel der Deutschen Nationalmannschaft mitreisen. Laut transfermarkt.de sagte Schürrle: «Meine Freundin musste fahren, ich war zu nervös. Das sind die Großen, und jetzt kommen wir Küken.»

Die Küken haben zu Beginn der Saison für ordentlich Furore gesorgt. 24 Punkte liegen bereits im Nest – momentan Platz 2.

Trotz – oder gerade wegen – der Euphorie gab es in den letzten vier Spielen drei Niederlagen. Neben dem Pokal-Aus in Aachen verlor man gegen Hamburg, Dortmund und Freiburg.

Das klingt nach der Entzauberung des Mainzer Systems. Die Mannschaften haben sich auf die Spielweise der 05er eingestellt Durch Pressing im Mittefeld wurden die Mainzer im Spielaufbau gestört, die 05er spielten lange Pässe, verloren nicht nur dern Faden.

Aber ich gebe Trainer Thomas Tuchel recht, wenn er sagt: . „Ich sehe das auch nicht als Serie, sondern betrachte jedes Spiel für sich. Diese Niederlagen hatten unterschiedliche Muster und Gründe.“

Tuchel erklärte darüber hinaus gegenüber der Rhein-Zeitung: „Natürlich ist diese Situation nicht angenehm, die Stimmung ist beeinträchtigt. Aber die Niederlagen resultierten aus unterschiedlichen Mustern. Jedes Spiel ist anders.“ Für den Trainer gehe es in dieser Situation darum, die Spieler zu beruhigen. „Wir bleiben selbstkritisch. Aber Zweifel sind nicht angebracht. Wir sind überzeugt von unserer Leistungsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit.“

Die Konkurrenzfähigkeit hat aus Sicht von Trainer Tuchel auch unter der medialen Berichterstattung gelitten. In der Pressekonferenz vor dem Spiel hat er sich darüber geärgert, dass vor den Spielen zum Beispiel wiederholt Duelle zwischen den Trainern ausgemacht wurden und nach der rosaroten Berichterstattung zu Saisonbeginn jetzt das Haar in der Suppe gesucht wurde. Inwieweit das die Einstellung der Mainzer geändert hat kann man natürlich nicht rekonstruieren, aber über den Hype und den folgenden medialen Absturz kann sich der Verein aus meiner Sicht nach dem Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ nicht ärgern.

Das sind Bilder, die in Zukunft sicherlich immer wieder aus der Schublade geholt werden, wenn die Mainzer Krise erklärt werden soll. Ein peinlicher Auftritt.

Hoffentlich kann Hannover 96 die Krise fördern bzw. nutzen. Dafür müssen die Roten allerdings die Lethargie der letzten Wochen ablegen. In den Spielen gegen Dortmund und Hoffenheim fehlte die Aggressivität, die den Verein zwischendurch auf den dritten Tabellenplatz geführt hat. Es fehlte der Mut im Zweikampf und im Spiel nach Vorne.

Gerade gegen den Karnevalsverein wird es darauf ankommen einfache Tugenden wieder in den Vordergrund zu bringen. Anders sind die heimstarken „Bruchweg Boys“ nicht zu schlagen.

Schade, dass Stürmer Abdellaoue verletzt fehlen wird. Ärgerlich, dass nach Hagguis dummem Einsteigen schon wieder in der Innenverteidigung umgebaut werden muss. Aber auch Mainz hat Sorgen: Caligiuri und Polanski fehlen verletzungsbedingt. Die Sorgen ob des Umstellungszwangs sind in Hannover sicherlich größer als in Mainz. Die Baustelle Innenverteidigung können Eggimann und der „wieder fitte“ Schulz hoffentlich erfolgreich schließen.

Abseits des Personals wird es im letzten Aufeinandertreffen der beiden Manschaften am Bruchweg entscheidend sein, welches Team die Stärken der ersten Spiele (Laufbereitschaft, Aggressivität, Abschlussstärke) zeigen kann.

Als Glücksbringer für Mirko Slomka wirkt hoffentlich der „Narrenotto“ dienen, den der Trainer „für den besten Saisonstart „der Roten“ überhaupt“ überreicht bekommen hat. Aus Sicht eines Hannoveraners in Köln kann man solche Orden nur begrüßen. Linden Alaaf!

Seitenwechsel:

Bei das-fanmagazin.de gibt es ein Interview mit Piers vom Mainzer Fankanal. Schönster Satz im Text:

Schlag mal ein Fußballlexikon auf und suche nach „taktischer Flexibilität“. Da ist bestimmt ein Bild von Thomas Tuchel drin.

Bei „Fußball von unten“ freut sich Florian Fiene, dass Hannover in Chile wieder ins Programm gerutscht ist.

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