Der beste Sportblogbeitrag des Jahres

Seit einigen Monaten ist Reeses Sportultur Mitglied im Sportblogger Netzwerk. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluß von aktuell gut 100 deutschsprachigen Blogs oder Bloggenden.

Für das Jahr 2010 wird das erste Mal der Sportblogbeitrag des Jahres gekürt. Nominiert sind – wie könnte es im fußballaffinen Netz anders sein – elf Blogs. Deshalb zunächst: die Fanfare.

Sportblogger Beitrag des Jahres 2010 from jot.pe on Vimeo.

Alle Nominierten finden sich auf der Seite von Trainer Baade. Dort können alle Nominierten gefunden werden und auch die Abstimmung läuft über die Website des Trainers (rechts in der Leiste!). Auch wenn der Trainer jedem Blogger seine Laudatio geschrieben hat, so möchte ich an dieser Stelle auch alle Nominierten nennen und mit einem Zitat oder einem Film, einer Graphik vorstellen.

Lest und schaut euch alle Beiträge an. Jeder einzelne ist es wert den Titel zu gewinnen.

Nominiert sind:

1. Kontextschmiede – Erfolg im Fußball: Das Glück erzwingen

Taktiktafel IV – Das Glück erzwingen from erz on Vimeo.

2. Kid Klappergass – Die Droge

Es war in etwa so, als sei eine Jugendliebe, die sich vor fast zwei Jahrzehnten überstürzt zur Selbstfindung hinter tibetanische Klostermauern zurückgezogen hatte, ebenso unerwartet zurückgekehrt. Plötzlich steht sie wieder vor dir, gerade jetzt, wo du endlich einen Schlussstrich gezogen hattest und über sie hinweggekommen zu sein schienst. Haken dran, Schluss, aus, fertig. Vorbei ist vorbei. Aber dann taucht sie wieder auf und alles geht wieder von vorne los.

3. Catenaccio – Minutenandacht

Minutenandacht, Teil 5 from jot.pe on Vimeo.

4. Racing Blog – Formel 1: Die Sache mit dem Überholen

Zusammengefasst: Weil das Überholen so schwer ist, weil die Strecken wenig Möglichkeiten bieten und man die Technik nur im einem beschränkten Rahmen weiter entwickeln kann und weil man jeden Punkt braucht, werden die Rennen statischer, als man das gerne hätte. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung der Medien und Fans zu hoch.

5. Werder Fußball Blog – Wie verteidigen wenn es keine Stürmer mehr gibt

In einem 4-5-1 mit nur einer echten Spitze ist diese Taktik von der angreifenden Mannschaft noch verfeinert worden: die Spitze (9) kommt entgegen, und der 10er (10) oder ein anderer Mittelfeldspieler (11) stößt durch die Viererkette.

6. Textilvergehen – Pavel Kuka

Der erste Mann, den ich liebte, hieß Pavel Kuka.

Das war ein Problem. Ich wuchs auf in einem kleinen Dorf am Fuße der Alpen. Es war ein beschauliches, gemütliches Nest, man kannte sich, nichts blieb der Nachbarschaft verborgen. Zwei Kneipen gab es dort, eine hieß ‘zum Löwen’, eine ‘zum deutschen Haus’, da gab es Spätzle, Hefeweizen und fragwürdige Meinungen über Adolf Hitler zum kleinen Preis.

7. Fabulous Sankt Pauli — „Der Jahrhundertelf-Spieler und ’sein‘ FC Sankt Pauli“

Michel Mazingu-Dinzey spielte erstmals in der Bundesligasaison 1996 für St. Pauli und kehrte dann 2004 für drei Spielzeiten nach Hamburg zurück. 2007 steuerte er 5 Tore zum Aufstieg in die zweite Bundesliga bei.

Ich hatte ihn schon vor einiger Zeit gefragt, ob er Lust hätte, hier als Gastautor zu schreiben und ich freue mich sehr, dass er es gemacht hat. Jetzt also Michél Mazingu-Dinzey aka Schneeleopard über seine Zeit beim Magischen FC und dies und das.

8. allesaussersport – Saisonvorschau

Ein Dreiteiler: Teil 1 – Unten

18. Hannover 96
So eng ich die Bundesliga diese Saison grosso modo einschätze, Hannovers Abstand zum Rest der Liga halte ich für sehr heftig. Die Probleme rund um die Verarbeitung des letzten Herbst scheinen die grundsätzlicheren Probleme des Kaders übertüncht zu haben. Schlüsselspieler stagnierten, teils wegen Verletzungen, teils wegen nicht enden wollender Formkrise. Und so wurde aus eine temporäre Krise ein Dauerzustand und Hannover ging mit 96 Baustellen und wenig Geld in den Sommer.

Teil 2 – Weder noch / Teil 3 – Oben und zuoberst

9. angedacht – Was für eine coole Sau

Es würde mich nicht gänzlich überraschen, wenn der eine oder die andere Leser(in) den Namen Manfred Burgsmüller in erster Linie mit seiner zweiten Sportlerkarriere im American Football verbindet oder ihn primär als einen Helden der Kreisklasse sieht. Die Älteren werden sich zweifellos auch an seinen Fünferpack gegen Olli Isoaho erinnern.

Für mich indes ist er der Schütze des Bundesligatores, das mich in gut 30 Jahren am stärksten beeindruckt, ja verzaubert hat.

10. Spielbeobachter – Infographikmassaker

u.a. Saisonübersicht des 1.FC Köln 2009/2010

11. Trainer Baade – Im Angesicht der Sekte

Özcan hieß er eigentlich. Nannte sich selbst aber Maradona. Womit er ja nicht so weit entfernt war von all jenen Kids, die sich auf Bolzplätzen treffen oder trafen und sich vor 40 Jahren vielleicht „Günter“, „Jupp“ oder „Gerd“ nannten, in den 1980ern dann eben „Maradona“, „Zico“ (insbesondere Zicos gab es viele, was nicht nur an dessen Spielweise, sondern auch an der besonderen Attraktivität dieses Namens gelegen haben mag) oder „Socrates“, weil man damals schon irgendwie mehr zu den Nachnamen tendierte, die wesentlich später erst dann auf den Trikots erscheinen sollten. Man darf an dieser Stelle, wenn man selbst immer „Wuttke“ sein wollte, nicht allzu viel über „Maradona“ lästern, wenn er doch auch dazu gehörte. Zur Sekte der Fußballinfizierten.

Allen Nominierten viel Erfolg!

Flattr this!

Veröffentlicht von

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.