Leseempfehlungen: Schweinsteiger, Finke, Fortuna & Dirk

  • Bastian Schweinsteiger hat sich mal richtig schön aufgeregt. „Pisser“ und „Arschloch“ hat er den Chef-Reporter der Springer-Postille „SportBild“ genannt. Nicht ganz zu Unrecht, wie Dirk Giselmann von „11 Freunde“ meint: Aktion Mensch

Der Artikel, der Schweinsteiger zu seiner Tirade hingerissen hatte, stammt aus der vergangenen Woche und war mit »Analyse« überschrieben. Man kann das Etikettenschwindel nennen, man kann es auch einfach hinnehmen als die typische Flexibilität, mit der die »Sport Bild« auch jene Texte benennt, die im Genre der Polemik anzusiedeln sind. Geschenkt. Wer »Sport Bild« liest, sollte es es ohnehin nicht so genau nehmen. Die Lektüre mag der leichten Unterhaltung dienen, sollte aber mit kritischer Distanz betrieben werden. Die »Sport Bild« könnte die »Bravo« des Fußballs sein – wäre Fußball nicht ein hochemotionales Geschäft, betrieben von hochemotionalen Menschen.

  • Als in Köln lebender Fußballinteressierter beobachtet man das Geschehen um den 1.Fußballclub Köln. Immer mit einigem Schrecken, aber (gezwungerner Maßen) doch interessiert. Rund um die Trainerdemission von Frank Schaefer ranken sich schon jetzt Mythen und Legenden, die den Verein sicher auch noch in der Sommerpause begleiten werden. Wie immer äußerst lesenswert ist der „Spielbeobachter„: Geschichte wird gemacht: Die Causa Finke

Manch einer mag mir diesen Artikel als Verteidigung Finkes auslegen, und auch wenn ich zugeben muss, dass ich die Verpflichtung Finkes als Sportdirektor nach wie vor positiv sehe, er ist so nicht gemeint. Ich weiß nicht, welche Dinge intern besprochen werden, im Gegensatz zu den erwähnten Journalisten habe ich keine Standleitung zu Spielern oder Trainern und werde auch nicht von Volker Finke angerufen, wenn er etwas klären möchte.

Ich lese allerdings eine Geschichte, die auf Biegen und Brechen stimmig gemacht wird und die auf recht einfache Art und Weise Schwarz-Weiß malt.

Volker Finke mag ja sein eigenes Spiel gespielt haben, leider trägt die Sportredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers nicht an einem Tag ihrer Berichterstattung dazu bei, dieses Spiel klarer zu umreißen. Vielmehr weckt sie beim unvoreingenommenen Leser Misstrauen gegenüber den Grundlagen der journalistischen Sportberichterstattung beim Kölner Stadt-Anzeiger.

  • Der zweitbekannteste Fußballclub Kölns hofft jedes Jahr auf Fortuna und auf seinen zahlenden Mitglieder, die ihren Fußballclub unterstützen. Die Agentur „Frische Fische“ meint zu wissen, was bei deinfussballclub.de falsch läuft. Autor Sebastian ist „Social Media Manager“ und hat nicht aus Liebe zum Verein Fortuna Köln eine Mitgliedschaft finanziert, sondern aus einem beruflichen Interesse heraus. Die Fernbeziehung zum Club aus Dresden sorgt natürlich für eine gewisse Schwierigkeit bei der Teilhabe, seine Meinung als stiller Teilhaber liefert so aber Denkanstöße : Fussball2.0: Warum deinfussballclub.de nicht funktioniert

Nicht wirklich perfekt ist auch die technische Umsetzung bzw. Konzeption der Plattform. So sind Abstimmungen und deren Zwischenstände nur für eingeloggte Mitglieder sichtbar. Das verhindert, dass sich Neugierige ein besseres Bild machen und durch Kommentare (bei Twitter, Facebook & Co.) die Diskussionen öffentlich aktivieren können. Da wird ein riesiges Potential vergeben, den Verein permanent in der Öffentlichkeit statt finden zu lassen.

  • Zum Glück geht es ja hauptsächlich immer nur um Fußball – und der ist durchaus sehenswert, wenn Messi, van Persie oder Jones ihn zelebrieren.
  • Zum Abschluß noch ein Blick auf den deutschen Basketball. Nein, nicht auf den Ausnahmespieler Dirk Nowitzki, der hoffentlich mit seinem Team die Los Angeles Lakers auseinander nehmen wird. Es soll eher um die nachfolgende Generation deutscher Basketballer gehen. Also um die Frage „Was kommt nach Dirk?“ Im gleichnamigen Blog wurden während der BBL-Saison regelmäßig die Leistungsdaten der deutschen Akteure abgefragt. Nach dem letzten Korb konnte nun eine Abschlußbilanz gezogen werden: wknD Spieler der Saison 2010/11 (Abschlussranking)
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