Empfehlungen: Preußens Lautester, Opta, Hanno & 10 gegen Gewalt

  • Seit Anfang April gibt es das „Eckball Magazin“. Wöchentlich erscheint ein Interview mit einem fußballaffinen Menschen wie Peter Neururer („Die Fans wollten mich tanzen sehen”) , Bernd Heynemann („Ich bin kein Masochist„) oder Toni Polster („Ich habe mit jedem Körperteil Tore erzielt“). Im aktuellen Interview stand Hanno Balitsch Rede und Antwort und sprach offen über seine Situation bei Bayer 04, über den Wechsel auf der Trainerbank und über den Erfolg seines Ex-Clubs Hannover 96: „Das Geld ist entscheidend“

In diesem oder spätestens nächstem Sommer werde ich eine Grundsatzentscheidung treffen. Die Fragen lauten: Bin ich bereit ein wichtiger Bestandteil einer Mannschaft zu sein, die hohe Ansprüche in der Bundesliga und im internationalen Geschäft hat? Oder möchte ich Stammspieler bei einer Mannschaft sein, die sich im Liga-Mittelfeld wiederfindet.

  • Heute Abend kann Preußen Münster Meister in der Regionalliga West werden. Das Preußenstadion ist beim Spiel gegen den Tabellendritten, die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach, mit 18.500 Zuschauern ausverkauft. Unter den Zuschauern wird sicherlich auch Preußen-Anhänger Vitali Eckermann sein. Der Rollifahrer hat ein irre lautes Organ. Sein Schlachtruf bringt Stadion, Tankstelle oder Halle zum Beben. „Westline.de“ portraitiert den Liebling der Preußen-Fans: Vitali Eckermanns Wechselgesang – Preuuußen“ – „Müüüünster“

Dass sein stimmgewaltiger Preußen-Schlachtruf mal legendär würde, hat sich der treue Fan selbst nicht vorstellen können. Alles begann 2001 im Westfalenpokal in Lotte, wie sich Eckermann erinnert: „Da war Totenstille. Dann hat ein Freund zu mir gesagt: Vitali mach doch was.“ Und er machte etwas: „Preuuußen“ – „Müüüünster“ war geboren. Als dieser Ruf erstmals unter dem Stadiondach der Bielefelder Alm erklang, „dachte ich, die Bude bricht zusammen“.

  • Jens von Catenaccio.de hat Holger Ruhl von opta interviewt. Opta ist ein Fußballstatistikunternehmen aus London, das Daten für Vereine und Medien erhebt. Das Gespräch gibt einen Einblick in die Arbeit der Datensammler: Interview mit Holger Ruhl (Opta)

Die Analysten stehen unter enormen Stress während des Spiels. Pro Spiel werden circa 2000 Events erfasst, es können aber auch gerne mal mehr sein. Deshalb bekommen die Analysten eine dreimonatige Ausbildung, bevor sie auf die Spiele losgelassen werden, um mit der komplexen Aufgabe fertig zu werden.

  • Die DFL hat in Berlin ein erstes Zwischenfazit zum sogenannten „Zehn Punkte Plan“ gegen Gewalt gezogen. Sebastian von Textilvergehen.de war vor Ort und hat sich ein Bild von den Bemühungen gemacht. Politprominenz war in diesem Jahr nicht vor Ort, aber die handelnden Personen scheinen mit viel Kommunikation eine neue Herangehensweise an das http://profile.ak.fbcdn.net/hprofile-ak-snc4/50516_284867047766_7293263_n.jpgThema etablieren zu können: Mehr Sicherheit im Fußball. Ohne Populismus.

Thomas Schneider monierte jegliche populistische Herangehensweise als fahrlässig und sprach auch Stadienverboten die abschreckende Wirkung ab. Ab einer bestimmten Zahl ausgesprochener Verbote sei die Abschreckung ohnehin nicht mehr wirksam, da Stadionverbote dann generell wie ein Damoklesschwert über bestimmten Fangruppen hingen. Sinnvoll sei dagegen gewesen, die Vereine zur Begleitung ihrer Fans bei Auswärtsspielen zu verpflichten. Schneider redete immer wieder von Qualifizierung. Die würde vorangetrieben. Schließlich sei “Sicherheitsbeauftragter” oder “Fanbeauftragter” kein Lernberuf.

Flattr this!

Veröffentlicht von

2 Gedanken zu „Empfehlungen: Preußens Lautester, Opta, Hanno & 10 gegen Gewalt“

  1. Beide Geschichten trafen halt auch meinen Geschmack. Ich hoffe du nimmst das auch als positives Feedback – Stichwort: Leserbefragung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *