Die Lebensgeschichte von Bert Trautmann als Dokumentation

Quelle: Screenshot "The Bert Trautmann Story"
Quelle: Screenshot „The Bert Trautmann Story“

Bert Trautmann ist in seiner spanischen Wahlheimat La Llosa in der Nähe von Valencia gestorben. „The Bert Trautmann Story“ zeigt das Leben des Mannes, der vom Kriegsgefangenen zum Helden von Wembley wurde. Trautmann erzählt selbst von seiner Zeit als sportlicher Junge in der Hitler Jugend und von seinen Erfahrungen im 2.Weltkrieg, die ihn nach eigener Aussage womöglich in den Selbstmord getrieben hätte, wenn er nicht so jung gewesen wäre.

Im Kriegsgefangenenlager wird er als Fußballer entdeckt und schließlich zum Torwart. Trautmann erlebt die Engländer als freundliche, faire und tolerante Menschen und darf schließlich bei St. Helens Town spielen bevor er sich aus vielen Angeboten für Manchester City entscheidet, wo er insgesamt 508 Mal das Tor der Citizens hütete. Sein Start war von Protesten in Manchester begleitet – vor allem von der jüdischen Gemeinde – doch seine Mannschaftskameraden nahmen ihn herzlich im Team auf.

Durch starke Leistungen spielte er sich in die Herzen der Fans und wurde durch seinen spektakulären Auftritt mit gebrochenem Genick und ausgerenkten Halswirbeln im Pokalfinale 1956 zur Legende. Nach dem Iren Johnny Carey wurde er als zweiter ausländischer Spieler und als erster Torwart überhaupt in England zum Fußballer des Jahres gewählt.

Die Dokumentation ist von der Jugend in Bremen bis zu Aufnahmen vom Altersrhesitz in Spanien äußerst sehenswert und eine gelungene Würdigung des Lebens des einst besten Torhüter der Welt, der von Nationaltrainer Sepp Herberger nicht eingesetzt wurde, weil er keine Legionäre in der Nationalmannschaft haben wollte. Auch die Schattenseiten werden nicht ausgespart.

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