Empfehlungen: Sport in Nordkorea, Vidals Abschied & Vättäll

Der Doping-Verdacht gegen nordkoreanischen Fußballerinnen wirft einen dunklen Schatten auf das Sportsystem ihres Heimatlandes. Zwei Spielerinnen wurde nachgewiesen, dass sie “körpereigene Steroide, die von außen zugeführt worden sind” im Blut hatten. Das komplette Team musste deshalb nach dem letzten Gruppenspiel gegen Kolumbien zur Dopingprobe. Es ist zu befürchten, dass die komplette Mannschaft mit leistungssteigernden Mitteln für die WM gedopt wurde.

Um so interessanter ist deshalb ein Blick hinter den eisernen Vorhang, der den stalinistisch geprägten Staat umgibt. Hajo Seppelt und Robert Kempe durften Nordkorea besuchen und haben eine knapp 40-minütige Dokumentation erarbeitet, die einen seltenen Einblick in die verstörende Welt Nordkoreas liefert.

ARD Mediathek: Sport in Nordkorea

Neben der WM in Deutschland läuft aktuell noch die Copa América. Die Chilenen kämpfen in Gruppe C am Mittwoch gegen Peru um den Einzug ins Viertelfinale und die Spieler werden ihren Marktwert womöglich erhöhen. Leverkusens Rudi Völler wird es gern sehen, um bei einem (wahrscheinlichen?) Wechsel zu den Bayern oder zu Juventus Turin ordentlich Ablöse zu kassieren. Am Flughafen in Düsseldorf weinen die Werkself-Fans ihm schon mal einige Tränen nach:

Schon ulkig, dass der Spot bei Alexis Sanchez und bei Arturo Vidal so gut passt. Mal gucken, ob Vidal das bayrische (oder italienische) Bier besser schmeckt als das chilenische Gebräu…

Und zum Abschluss noch ein Blick auf den sympathischen Sportsmann Sebastian Vettel, der in der unterhaltsamen BBC-Sendung “TopGear” Pluspunkte und Bestzeiten sammelt:

(via “Der vierte Offizielle“)

Hauptsache Fussball: Teil 1 – Rezension

Die Bundesliga erwacht langsam aus der Sommerpause. Die Vereine haben mit Familienfesten schon die Neuzugänge vorgestellt, die ersten Testspiele sind gelaufen und für viele Clubs geht es in die Trainingslager.

Auch viele junge Fußballprofis hoffen jetzt wieder auf ihren Durchbruch oder wollen die guten Leistungen der vergangenen Saison bestätigen. Aber wie sieht so ein Weg in den Profi-Fußball eigentlich aus? Mit welchen Problemen haben die Jungprofis zu kämpfen und welche Eigenschaften brauchen die jungen Männer, um einen erfolgreichen Karrierestart zu haben?

Diese und andere Fragen haben sich die Macher von Hauptsache Fußball – Junge Profis auf dem Weg ins Spiel (Affiliate Link) gestellt und sind quer durch die Republik gefahren, um mit Spielern, Trainern und Funktionären zu sprechen. Aus den Interviews ist eine Dokumentation entstanden. Mal hören, ob sie etwas taugt:

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Zeuge Hannovas: Leverkusener Lehren

Es war eine diffuse Hoffnung dabei als 96 am Freitag Abend die Möglichkeit hatte mit einem Sieg gegen Leverkusen wieder auf den zweiten Tabellenplatz zu klettern. Diffus, weil man noch die letzten Begegnungen der Roten bei(m) Bayer vor Augen hatte und sich der Chancenlosigkeit bei den letzten Spielen bewusst war. Drei Mal BayArena bedeuteten drei Niederlagen mit 0:9 Toren.

Dennoch hatten die hervorragende Hinrunde und die ersten beiden Partien gegen Frankfurt und Schalke die Hoffnung genährt, dass 96 eine Überraschung im Spitzenspiel gelingen könnte. Schließlich hatte Hannover drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen.

Leider zeigte sich aber, dass die Roten zwar durchaus in der Lage sind die Werkself vor eine schwierige Aufgabe zu stellen – die Klasse von Bayer ist aber (noch) eine andere.

Zunächst ist da die individuelle Klasse: Arturo Vidal als Paradebeispiel gehört momentan zu den besten Spielern der Bundesliga. Er ist ein ständiger Unruheherd, geht keinem Zweikampf aus dem Weg und interpretierte seine Rolle im Mittelfeld – ein Hybrid zwischen 6er und 10er – überragend.

Sein Zusammenspiel mit den wieder genesenen Ballack und Rolfes war bemerkenswert und zeigte Züge einer Mannschaft, die – wenn in diesem Jahr nicht die überragenden Dortmunder eine Sonderrolle übernehmen würden – zu den Top-Titelkandidaten zählen würden. So wird es ein heißer Kampf um Platz 2 mit den Bayern.

Und was ist mit Hannover 96?

Bei all dem Lob für die starke Werkself, darf man die Leistung der Gäste nicht unterschätzen. Hannover war gut. Eine eines Spitzenspiels würdige Leistung, was auch die Leistungsdaten belegen:

  • Ballbesitz: 96: 47,7 – 04: 52,3%
  • Torschüsse: 96: 9 : 04: 11
  • Zweikämpfe: 96: 52% – 04: 48%

Leider hat sich das Team zu oft in des Gegners Hälfte locken lassen und so Konter zugelassen. Die Flanken waren (wieder mal) zu ungefährlich, die Ecken eine Frechheit und wenn ein Zuspiel gelang, haperte es im Abschluss. Dazu noch das vom Schiedsrichter übersehene Foul am gegnerischen Strafraum, dass auch eine rote Karte für Hyypiä hätte nach sich ziehen können.

„Es hat an Kleinigkeiten gelegen, dass wir nicht noch einen Punkt mitgenommen haben. Doch diese Kleinigkeiten sind es, die den Unterschied ausmachen. Der unbedingte Wille, ein Tor erzielen zu wollen, hat gefehlt. Und bei den Gegentoren müssen wir einfach besser verteidigen. Leverkusen hat dann die individuelle Klasse, das zu nutzen.”“, sagte 96-Trainer Mirko Slomka der HAZ.

Wahre Worte.

96 ist noch keine Spitzenmannschaft, die um die Champions League Plätze spielt. Diese drei Qualifikationsplätze werden der BvB, Bayer und der FC Bayern unter sich ausmachen.

Aber: das Team hat vor allem in den letzten beiden Partien gezeigt, dass – obwohl keine Punkte geholt wurden – großes Potential in der Mannschaft steckt.

Die Niederlage gegen Schalke 04 war unverdient, unglücklich und unnötig. Im Spiel in Leverkusen stand wieder eine Mannschaft auf dem Feld, die mit viel Aufwand agierte, sich Chancen erspielte, sich aber leider nicht belohnte.

Die Spiele gegen Leverkusen und Schalke haben aber auch gezeigt, dass 96 Probleme bekommt, sobald einige Spieler nicht 100% “gehen können”. Der angeschlagene Pinto, der grippekranke Schmiedebach, die Rekonvaleszenten Abdellaoue, Ya Konan und Stoppelkamp und der Ausfall von Schlaudraff waren zuviel, um Leverkusen gefährlich zu werden.

Die Leverkusener Lehren sind also:

  • 96 hat ein funktionierendes Spielsystem, das jeden Gegner in Bedrängnis bringen kann.
  • Obwohl Hannover viele Zweikämpfe verliert, mehr Fehlpässe spielt als die meisten anderen Teams im oberen Tabellendrittel und verhältnismäßig wenig Ballbesitz hat, liegt die Mannschaft auf Rang fünf.
  • Um Erfolge einzufahren muss die Chancenverwertung (vor dem Spieltag noch zweitbestes Team der Liga) wieder besser werden.
  • Die Akteure müssen 100%ig fit sein, um Spitzenmannschaften paroli bieten zu können.
  • Gelingt das, kann Hannover in dieser Saison viel erreichen.
  • Zwischen Platz 4 und 8 ist alles drin.
  • Jeder Platz zwischen Rang 4 und 10 ist ein Erfolg!

P.S.: Bilder aus dem Stadion folgen