Seit 2006 karikiert der Eulenspiegel die Nationalmannschaft vor EM- oder WM-Turnieren. Da wurden Politiker als Ballkinder ins Stadion geführt, Nationalspieler werden von Klinsi in die Mangel genommen oder Mario Gomez wird von seiner Blindenhyäne durch Afrika geführt. (Eine bildgewaltige Übersicht findet sich hier.)
Auch zur Europameisterschaft in Polen und der Ukraine gibt es ein Poster. Leider macht dieses Bild wenig Hoffnung für den heutigen Abend.
Heute Abend spielt der Vorletzte der Bundesliga in Lyon auf. Nach dem zweiten Platz der letzten Saison darf sich der klamme Verein aus Gelsenkirchen in der Champions League präsentieren und der Managertrainer Felix Magath hat für zukünftige Erfolge die Mannschaft neu zusammengebaut.
Viele befürchten, dass Magath damit den Verein und seine Möglichkeiten überstrapaziert – ich aber glaube, dass für Magath eher eine Rückbesinnung auf vergangene Erfolge der Grund für die Verpflichtung von Spielern wie Jan-Klaas Huntelaar ist, denn JKH erinnert an einen Stürmer, der auf Schalke für seine spektakuläre Spielweise noch heute geliebt wird.
Rückblende: 16.November 1977. Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Stuttgarter Neckarstadion auf die Schweizer Nati. Vor 58.000 Zuschauern trafen sich die Nachbarn zum Freundschaftsspiel und nach einer Flanke von der rechten Seite setzt Klaus Fischer zum Fallrückzieher an:
Das wunderbare Tor wird 1977 zum Tor des Jahres gewählt, wird später in den Rang des Tor des Jahrzehnts und Tor des Vierteljahrhunderts gehoben und 1996 schließlich zum Tor des Jahrhunderts gewählt.
Um an diese Zeit mit schönen Toren wieder zu beleben hat Magath einen Stürmer gesucht und gefunden, der das gleiche Markenzeichen hat:
Scherzhaft wird er schon Klaas Fischer genannt. Mal gucken, ob er seiner Galerie von Fallrückziehern heute Abend in Frankreich einen weiteren Schnappschuss hinzufügen kann.
Spanien ist Weltmeister. Da kann man nur gratulieren. Und nach dem Tor von Iniesta muss ESPN nur ein neues Video für das wunderbare Portal “I scored a goal in the FIFA Worldcup Final” aufnehmen. Nur und Johan Neeskens bleibt der einzige Niederländer, der in einem WM Endspiel getroffen hat und davon erzählen kann, dass er eigentlich gar nicht in die Mitte schießen wollte:
Helmut Haller, Torschütze 1966, fehlt leider. Zu spät kam das Projekt für Max Morlock und Helmut Rahn, die Helden von 1954. Ihre Tore kann man im Portal “Die Helden von Bern” mit dem Originalkommentar von Herbert Zimmermann noch einmal erleben und sehen wie die deutschen Nationalspieler dem ungarischen Torwart Gyula Grosics die Bälle ins Tor geschossen haben.
Torwart der Spanier 2010 ist Iker Casillas. Iker hat eine sehr hübsche Freundin, die – wohl auch deshalb – beim Fernsehen arbeitet. Schwierig ist es immer dann, wenn die Freundin, Sara Carbonero, ihren Freund interviewen muss. Da wird gesiezt und beide versuchen ganz professionell miteinander umzugehen:
Auch nach dem Finale haben sie das versucht. Iker hatte dann aber irgendwann keinen Bock mehr. Zu Recht: