“Old Trafford – the sadest football ground in the world”

Wenn Manchester United heute Abend im Halbfinale der Champions League antritt, dann wissen viele über die jüngere Vergangenheit des Vereins bescheid. Der Trainer ist schließlich seit Jahren derselbe, viele Weltstars haben für den Verein gespielt und jede Menge Titel gewonnen.

Bekannt sind auch die älteren Geschichten – vor allem die vom tragischen Unglück der “Busby Babes”. Die Babes waren eine sehr junge Mannschaft, die nicht zusammengekauft war, sondern im Verein selbst trainiert und ausgebildet wurde. Benannt nach dem Manager des Vereins, Matt Busby.

1948 hatte das Team den FA Cup gewonnen, 1952 die erste Meisterschaft des Vereins nach 41 Jahren gewonnen und die Mannschaft nahm 1957 als erste Mannschaft am Europacup teil.Im Jahr darauf führte die Teilnahme zur größten Tragödie der Vereinsgeschichte, denn nach einem Auswärtsspiel bei Roter Stern Belgrad, stürzte das Flugzeug nach einem Zwischenstopp in München beim Start ab. 23 Menschen starben, darunter acht Spieler von United.

Die BBC hat die Geschichte jetzt verfilmt. Unter dem Titel “United” wurde der Film Ende April diesen Jahres ausgestrahlt. Dabei wird die Handlung vor allem anhand des Trainers Jimmy Murphy (gespielt von Chris Chibnall) und des Spielers Bobby Charlton (David Tennant) erzählt. Charlton ist in den frühen Fünfziger Jahren ein Talent von dem Mitspieler Johnny Giles einmal sagen wird er sei “the greatest player I ever played with or against” gewesen.

Der Film zeigt wie das Team zusammenhält, wie es Erfolge feiert und wie die Spieler damals lebten. So wurde bei der Ausstattung des Films viel wert auf Authentizität gelegt, ob allerdings wirklich noch im Spielertunnel geraucht wurde vermag ich nicht zu sagen.

Der Film (gut 90 Minuten lang) ist sehenswert, auch wenn (oder vielleicht gerade weil) auf das Nachstellen von Spielszenen verzichtet wurde. Zu sehen gibt es den Film umsonst bei der Internetflimmerkiste:

 


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Wie der Vater so der Sohn – Die Schmeichels

“Peter Schmeichel” – das ist für Bayern Fans ein unangenehmer Gedanke. Der dänische Torwart stand 1999 im Finale der Champions League und verhinderte mit seinen Paraden einen größeren Rückstand seiner Mannschaft, so dass am Ende Manchester United in einem Herzschlagfinale noch den Titel gewinnen konnte.

Schmeichel war zu seiner aktiven Zeit einer der besten Torhüter der Welt. Gewann neben dem Champions League Titel ´99 auch die Europameisterschaft ´92, gewann insgesamt zehn Meisterschaften in Dänemark, England und Portugal. 1992 und 1993  wurde er zum Welttorhüter des Jahres gewählt und 1998 als erster Torwart überhaupt mit dem UEFA Club Football Award als bester Keeper geadelt.

Seine Paraden sind legendär und lassen sich ohne Probleme zu längeren Videos zusammenschneiden.

Eine seiner besten Parade gelang ihm nach einem Kopfball von René Wagner im CL-Spiel gegen Rapid Wien:

Diese Parade sorgt jetzt für Gesprächsstoff auf der Insel. Denn mittlerweile spielt auch Schmeichels Sohn Kasper in der Premier League für Leeds und im Spiel gegen Arsenal gelang dem 24-jährigen Torwart eine Kopie der Parade seines Vaters:

Da kann auch der Stürmer – in diesem Fall Arsenals Marouane Chamakh – nur noch gratulieren und man erkennt, dass Torwart-Gene vererbbar sind.

Fehlt nur noch, dass Kasper Schmeichel auch die Erfolge seines Vaters vor des Gegners Tor wiederholen kann. Peter Schmeichel ist laut Wikipedia “weltweit der einzige bekannte Torhüter, der aus dem laufenden Spiel heraus zwei Tore erzielte. Kurioserweise wurde ein weiteres spektakuläres Tor von Schmeichel im FA Cup 1997 wegen Abseits aberkannt. Bis heute gelang nur ihm und dem rumänischem Torhüter Necula Răducanu dieses Kunststück.”

Vater Schmeichel konnte es mit dem Kopf und mit dem Fuß (auch wenn hier nur das oben angesprochene Abseitstor zu sehen ist).

Kasper Schmeichel war immerhin schon nah dran an seinem ersten Ligatreffer dran, wie dieses Seitfallzieher-Video (ab 0:50 min) zeigt.

Die Schmeichels – wie der Vater so der Sohn. Freuen wir uns also mal auf David Kahn (Jahrgang 2003) oder Mats Lehmann (Jahrgang 2000)…

Frank Mill des Tages IV: Wie man es nicht macht

Für jeden Amateurkicker ist es immer wieder eine Freude zu sehen, dass auch die fitten, technisch beschlagenen Profikicker vor der gegnerischen Kiste den Überblick verlieren.

Kei Kamara – nicht zu verwechseln mit Reporterlegende Chris Kamara – spielt zwar “nur” bei den Kansas City Wizards, aber die Art und Weise wie er im Spiel gegen Los Angeles Galaxy das Tor nicht macht, ist absolut erstaunlich:

Ebenfalls qualifiziert für die Wahl zum “Frank Mill des Tages” hat sich der polnische Ekstraklasa-Kicker Piotr Gierczak. Der 34 jährige verpasste im Spiel seines Vereins Górnik Zabrze gegen Ruch Chorzów die Chance zum Führungstreffer:

Während hier ein Spieler vergab, der über die Landesgrenzen hinaus wohl wenig Berühmtheit erlangen wird, ist der nächste Nominierte nach seinem Transfer zu Manchester United in aller Munde. Bebé heißt der portugiesische Fußballer, der neben fußballerischen Qualitäten auch eine unglaubliche Lebensgeschichte aufzuweisen hat.

Neben seinen Auftritten für United spielt er mittlerweile auch für sein Land Portugal in der U 21. Warum es für das schwächelnde Nationalteam noch nicht reicht hat er im Spiel gegen Mazedonien gezeigt:

Mein Favorit und damit Preisträger für den schönsten Fehlschuss ist der 19 jährige Stürmer Marco Pérez. Bereits mit 17 hat der Kolumbianer für seinen Heimatclub Boyacá Chicó F.C. debütiert und gilt als eines der größten Talente seines Landes. Der spanische Club Real Saragossa sicherte sich die Dienste des Spielers und setzte ihn gegen Deportivo La Coruna als Stürmer ein. Pérez war zumindest dort, wo ein Stürmer sein muss. Seht selbst: