Schlagwort-Archiv: UMF Stjarnan

Linkschau XVIII: Konkurrenz für den Torjubel von UMF Stjarnan?

Der Torjubel der Isländer von UMF Stjarnan war schon mehrfach Thema auf ReesesSportkultur.de. Schon in einer früheren Linkschau hatte ich befürchtet/vorhergesehen, dass auch in anderen Ligen mehr oder weniger kreative Köpfe auf besondere Weise jubeln würden.

In Australien zum Beispiel: Der Verteidiger von Brisbane Roar, Ivan Franjic, hatte nach einem satten Torschuss Grund zur Freude und setzte seine isländischen Kollegen rudernd unter Druck:

Warum beim Torjubel allerdings nicht der Torschütze sondern Massimo Murdocca das Ruder in die Hand nehmen durfte bleibt unklar.

Nicht ganz klar sind auch die Beweggründe von Antoine Griezman für seine Art zu jubeln. Neben den Fans von Real Sociedad wird sich sicherlich auch der Autohersteller freuen, der als Sponsor des Vereins auftritt:

Als Reminiszenz an trainierende Judokas oder den gerade gastierenden Wanderzirkus agierten diese norwegischen Herren nach einem Elfmetertor:

Ob das jetzt irgendwie besser ist als der Torjubel von UMF Stjarnan? Ansichtssache. Zumindest sind die isländischen Kicker schon so bekannt, dass sie in Japan kopiert werden:

Das Original ist auf jeden Fall besser als die Kopie. Mal schauen was noch kommt…

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Linkschau XIII: Vorlagengeber, Wettskandal & Pay-TV-Krise

Torschützen werden immer episch gewürdigt. Ihre Noten verbessern sich auch wenn sie vorher schlecht gespielt haben und Interviews dürfen die Goalgetter berichten wie sie geknipst haben.

Dabei werden die Vorbereiter leider oft vergessen – egal wie schön der Pass in den Lauf oder wie exakt die Bananenflanke auch war. Deshalb an dieser Stelle eine Würdigung der Vorbereiter:

Schon ein paar schöne Dinger dabei. Hier noch Iniesta, Scholes und Drogba.

Schöne Idee die besten Vorlagen zusammen zu schneiden. Ich hoffe auf Fortsetzung. Gibt es dann natürlich hier in der Linkschau.
Ach ja. Beinahe hätte ich es vergessen. In Island wurde wieder Fußball gespielt und Stjarnan hat auch wieder getroffen und explodierte vor Freude:

Schöne Spielszenen. Bilder von einem etwas merkwürdige anmutenden Kick habe ich beim neuen Magazin Trip gefunden. Autor Arthur Veríssimo hat mit ein paar Frauen auf einem Dach oder so gekickt. Die Beweggründe erschließen sich nur schwer, aber die Fotos sind sehr ulkig.

Besser als der Text von Veríssimo ist der Artikel von René Fritsch. Er macht sich Gedanken über neue Bezahlmodelle bei Sky und legt den Finger in die Wunde:

Die Begriffe Pay-TV und Milliardengrab gelten in Deutschland mittlerweile als Synonyme. Seit dem Start dieses Segments vor 22 Jahren sind in Deutschland rund sechs Milliarden Euro verbrannt worden.

Reinhard Schüssler macht sich ganz andere Gedanken bei derwesten.de. Er befürchtet, dass der Wettskandal noch schwerwiegende Folgen für den Fußball haben wird:

Die Erkenntnisse im Wettskandal sind geeignet, den Fußball in seinen Grundfesten zu erschüttern. Denn der Glaube an seine Unberechenbarkeit ist von existenzieller Bedeutung.

Was dem Fußball sein Wettskandal ist dem Rennradsport das Doping. Jan Ullrich war einmal der beste Radler und wurde von ganz Deutschland bewundert und geliebt. Nach seinen Eskapaden hat sich das Bild von ihm komplett gewandelt. Michael Eder hat für faz.net über die tragische Figur geschrieben.
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Linkschau XII: Jubel, Mafia & Stadien

Am Wochenende wurde die Bundesligasaison angepfiffen und zum Glück fielen ein paar Tore. Bevor ich mich aber über Hannover 96 auslasse, möchte ich zum wiederholten Male nach Island schauen. UMF Stjarnan traf fünf Mal, jubelte aber nur zwei Mal. Grund war Neuzugang Olafur Finsen, dem zwar ein Hattrick zum Einstand gelang, der aber scheinbar noch nicht genügend mit der Mannschaft trainiert hatte, um einen eigenen Torjubel zu kreieren. Aber dank zweier weiterer Treffer bekam er auf dem Feld Anschauungsmaterial aus der Nähe.

Erst wurde geschwommen:

Dann gerudert:

St. Pauli feierte den Führungstreffer in Freiburg auch schon rudernd und sogar Hoffenheim wagte eine Polonaise . Der Siegeszug des geplanten Torjubels hat die Bundesliga also erreicht.

In Italien gab es noch keinen Grund zum Jubeln – die Saison beginnt erst am kommenden Samstag. Dafür sorgt eine Fußballsendung für Schlagzeilen. “Quelli che il Calcio” heißt sie und Zuschauer können per SMS Nachrichten senden, die dann über ein Laufband am unteren Bildschirmrand gezeigt werden.

Nun wird befürchtet, dass die Mafia nach Informationen des “Telegraph“das Laufband nutzt, um inhaftierten Mafia-Größen Nachrichten ins Gefängnis zu schicken:

Anti-mafia prosecutors believe that members of organised crime gangs have caught onto the interactive feature, sending seemingly innocuous comments and remarks which in fact contain important messages for imprisoned mafia godfathers, many of whom continue to run their criminal empires despite being behind bars. One of the messages, allegedly of significance for a jailed criminal mastermind, simply read: “All is well, Paolo”.

Ich werde beim VIVA-Laufband in nächster Zeit auch genauer hinschauen. Könnte ja sein, dass sich die Jungs ähnlicher Methoden bedienen, die früher im “Café King” abhingen.

Ebenfalls in Berlin steht das Olympiastadion und die Macher von “Five Stars Stadion Deluxe” haben richtig schöne Bilder vom Schauplatz des WM-Endspiels 2006 gemacht.

Das Berliner Olympiastadion ist sicherlich nicht bekannt für kochende Emotionen, dafür geben die meisten Besucher dem Rund Bestnoten aus optischer Sicht.

Auf Schalke scheint das andersherum zu sein. Stimmung können die Schalke ja machen, aber optisch überzeugt es nicht – behaupten zumindest die Macher von schwatzgelb.de, die bei Google um eine Unkenntlichmachung der “Veltins Arena” ersuchten. Die FAZ.net und DerWesten.de berichteten.

Ein neues Stadion erhoffen sich die Fans und Macher von Rot-Weiß Essen. Es ist eine Leidensgeschichte, die den Neubau begleitet. 31 Millionen Euro soll das Stadion kosten und im Netz gibt es eine Seite, die das neue RWE-Stadion nach den zwei Bauphasen zeigt. Sieht schick aus. Nur die Finanzierung war ob der prekären Finanzlage der Stadt Essen immer unsicher.

Obwohl RWE mittlerweile nur noch NRW-Liga spielt, scheint ein neues Stadion jetzt wieder möglich.

Zumindest kann die Stadt jetzt wieder selbst über Ausgaben entscheiden und muss nicht mehr beim Land um Erlaubnis bitten.

Bis dahin “müssen” die RWE Fans noch ins Georg Melches Stadion ziehen, wo es zu Beginn der Saison bei der NRW-Ligapartie gegen den VfB Homberg Grund zum Jubeln gab. Alexander Thamm gelang ein Traumtor:

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