Schlagwort-Archiv: EM 2008

Schiedsrichter bei der Arbeit

Quelle: Segovax / Pixelio.de

Quelle: Segovax / Pixelio.de

Bei der WM in Südafrika stehen die Schiedsrichter oft in der Kritik. Falsche Abseitsentscheidungen, übersehene Tore oder zu viele gelbe Karten haben Medien, Trainer und Spieler dazu gebracht die Unparteiischen hart zu kritisieren.

Kritik an den Spielleitern ist nicht neu und vielleicht hat die UEFA auch deshalb den Filmaufnahmen bei der Europameisterschaft 2008 zugestimmt, die einen tiefen Einblick in die Arbeit der Regelhüter erlauben.

Mejuto González, Quelle: Referees At Work

Quelle: Screenshot Referees At Work

Gezeigt wird in der Dokumentation “Referees At Work” von Yves Hinant die Arbeit vom englischen Profi-Schiedsrichter Howard Webb, vom italienischen Krankenhausmanager und besten Schiedsrichter der Welt 2008, Roberto Rosetti. Außerdem wird der mittlerweile zurückgetretene Schwede Peter Fröjdfeldt und der Schweizer Weltschiedsrichter 2009, Massimo Busacca begleitet. Fünfter im Bunde ist der spanische Steuerberater Mejuto Gonzáles, an den sich alle deutschen Fußballfans erinnern, weil er beim EM-Spiel gegen Österreich Löw und Hickersberger auf die Tribüne geschickt hat.

Diese und andere Szenen werden aus einem anderen, intimeren Blickwinkel gezeigt, denn alle fünf werden bei ihren Einsätzen bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz gezeigt. Dabei verfolgt eine Kamera nur den Schiedsrichter wie es Fernsehsender sonst nur mit den Spitzenspielern machen. So steht der Mann im Mittelpunkt, der sonst bei Fußballübertragungen nicht im Mittelpunkt steht – oder besser: stehen sollte.

Hier macht diese Fokussierung aber Sinn, denn die UEFA hat die Gespräche der Schiedsrichter über Headset ebenfalls freigegeben. Man kann hören wie sich die Schiedsrichter-Teams unterhalten und sich direkt darüber austauschen, ob eine Entscheidung richtig war oder nicht. Diese Momente, in denen den Referees zum Beispiel schon auf dem Spielfeld klar wird, dass sie daneben gelegen haben könnten, vermitteln einen einmaligen Einblick. Der Druck ist durch die nahe Kameraperspektive fühlbar, die Emotionen der nach Außen immer sehr kontrolliert wirkenden Männer in hellblau werden über ihre Kommunikation transportiert und man bekommt einen gehörigen Respekt vor der Aufgabe ein Fußballspiel zu leiten.

Besonders die Aufnahmen in den Katakomben und außerhalb der Stadien machen dann deutlich, dass die Unparteiischen oftmals nicht zu beneiden sind. So muss der englische Referee Howard Webb mit Bodyguards in die Kabine gebracht werden und seine Familie wird von Fans bedroht, weil Webbs Schiedsrichter-Assistent eine Fehlentscheidung getroffen hat.

Die 78 minütige Doku “Referees At Work” ist kein Sportfilm sondern ein Film über die menschliche Seite der Schiris. Man sieht, dass die Schiedsrichter keine Roboter sondern Menschen sind. Die fünf Regelhüter sind sehr unterschiedliche Charaktere, die mit ihren Teams und mit dem Druck ganz unterschiedlich umgehen.

An Howard Webbs Team kann man dazu sehen, dass Schiedsrichter trotz großer Fehler richtig gute Spielleiter sind. Schließlich hat Webb zum Beispiel das Champions League Finale 2010 hervorragend geleitet und durch das Ausscheiden der englischen Nationalmannschaft gute Chancen bei der WM noch große Spiele zu leiten.

Den ganzen Film kann man sich bei MyVideo.de anschauen. Hier ist der Trailer zum Film:

 

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Die Nationalmannschaft im Eulenspiegel

Man sieht die Nationalspieler Klose, Schweinsteiger, Ballack oder die Nutella-Jungs ja andauernd in Werbespots oder auf Plakaten. So wie auf den Plakaten des Eulenspiegels sieht man sie allerdings selten bis nie. Regelmäßig zu den großen Turnieren nehmen die Zeichner des Satire-Magazins die Mannschaft aufs Korn.

2006 mokierte sich der “Eulenspiegel” über den 1.FC Deutschland 06…

Quelle: Eulenspiegel

…und machte sich über das Klinsmann-Training lustig.

Quelle: Eulenspiegel

Ausdrucksstark zeigten sich die Nationalspieler auch in der Freistoßmauer…

Quelle: Eulenspiegel

…und beim Tuntenball.

Quelle: Eulenspiegel

Quelle: Eulenspiegel

Zur EM 2008 durfte dann Yogi das erste Mal auf das Eulenspiegel Plakat und erklärte dem Team in seinen letzten Anweisungen:

“So meine Herren, das ist ein Ball.”

Lehmann ging das “am Arsch vorbei”, Schneider fragt sich was der so kann, Ballack fands “krass” und Frings war sich sicher: “Irgendwo her kenn ich den.”

Ich find das Plakat stinkt im Vergleich zu den 2006er Bildern ab. Das Bild zur WM 2010 hingegen überzeugt auf ganzer Linie – sogar Kurányi, Kahn & Ballack dürfen hier zum Team gehören und Marin durfte sogar ein paar Freunde mit aufs Bild nehmen.

Quelle: Eulenspiegel

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