Empfehlungen: Bedrängte Schiedsrichter, Nowitzkis Nachfolger & Gaychester United

Der Abhörskandal in England führte zur Einstellung der „News Of The World“, Medienmogul Rupert Murdoch musste sich von Politikern befragen lassen und sah sein Imperium wanken. Auf dem lange erfolgreichen Weg des Murdoch-Clans gab es viele Menschen, die unglaublichem Druck ausgesetzt waren. Wie es sich anfühlt, wenn man der Medienmaschine ausgesetzt wird, lässt sich gut am Beispiel des ehemaligen Schiedsrichters Urs Meier nachvollziehen, der dem englischen Nationalteam 2004 ein Tor aberkannte:  Ein Schweizer Opfer packt aus (via BILDblog)

Britische Journalisten haben in Portugal recherchiert, ob ich dort eine Ferienwohnung oder ein Haus besitze. Sie wollten mir nachweisen, dass ich mal Geld genommen habe oder korrupt war. Meiner Ex-Frau haben sie 30000 Pfund geboten, weil sie eine Story machen und mich in die Pfanne hauen wollten. Meinem damals 14-jährigen Sohn haben sie auf dem Schulweg abgepasst. Sie wollten wissen, von welcher englischen Mannschaft er Fan sei. Wenn er über seinen Vater rede, würden sie organisieren, dass er zu einem Spiel seiner Lieblingsmannschaft gegen Manchester United eingeladen werde.

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen in London hat der Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) bekannt gegeben, dass er mit dem Ziel mindestens400 deutsche Athleten zu den Spielen 2012 zu schicken in das kommende Jahr geht. Gefördert werden diese Athleten aus verschiedenen Töpfen. Ein großer Teil kommt vom deutschen Staat aus den Mitteln des Innenministeriums.

Eike Emrich war Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (2004 bis 2009). Als Volkswirt und Sportwissenschaftler mit Lehrstuhl an der Universität in Saarbrücken kämpfte er jahrelang um Fördermittel.

In einem Lehrbuch, das in Kürze erscheint, wirft Emrich dem DOSB jetzt vor, seinen Geschäftsbereich Leistungssport dazu zu nutzen, die Verbände gegeneinander auszuspielen.Wer entscheidet wirklich über die staatliche Sportförderung in Deutschland? Niklas Schenk hat in der FAZ einen ausführlichen Artikel über die herrschende Praxis und damit einhergehende Problematiken geschrieben: Viel Lärm um nichts am „Fürstenhof“?

Welcher etablierte Verband gibt schon gern Geld ab, wenn Rugby oder Golf olympisch werden? Der Snowboardverband Deutschland musste auf Mittel aus dem Konjunkturpaket zurückgreifen, um dem Nachwuchs eine Halfpipe bauen zu können – und stellte fest, das Innenministerium sei „sehr großzügig“ gewesen. Der deutsche Sport muss sich fragen, ob er sich die Zukunft verbaut. Denn es bleibt kaum Spielraum für die neuen olympischen Sportarten wie 7er-Rugby und Golf.

Dirk Nowitzki will es ja auch noch einmal wissen und spielt mit der Nationalmannschaft die Europameisterschaft, um sich mit seinem Team für Olympia in London zu qualifizieren. Ob und wann er danach wieder in den USA zum Korb ziehen kann ist ja noch offen.

Ganz anders sieht das für einige Nachwuchsspieler aus, die seit gestern in Minneapolis sind, um ihre Fähigkeiten im Mutterland des Basketballs zu trainieren. Bei „Crossover“ werden sie dazu bloggen. (via waskommtnachdirk.de)


Und zum Abschluss die zehn heißesten Fußballmomente mit vielen Bildern von „Gaychester United“. Schön!

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