Drehbuch & Entstehung von “#finale – Quelle: Fremdmaterial”

Fernsehen alleine? Vergiss es. Immer mehr Zuschauer nutzen ihre twitter-Timeline, um Samstagabendshow, Tatort oder Fußballspiel zu diskutieren. Da wird gefachsimpelt und dem Ärger Luft gelassen, sich gefreut und feinste Ironie trifft auf Holzhammerhumor.

Wenn man sich darauf einlässt und sich mit etwas Geduld die richtigen Leute, Redaktionen und Vereine sucht, dann ist twitter informativ, diskussionsfördernd und äußerst humorvoll. Der Entertainment-Faktor steigt.

So entstand die Idee zu “#finale”, einem twitter-Hörspiel. Denn meine Timeline und mein Sportinfoticker sind Nachrichtenticker und Drehbuch und um so vieles lesens- und jetzt auch hörenswerter als der Vortrag vom “Blick ins Netz” auf schwimmenden Inseln am Fußballstrand:

Zusammen mit Simon Kamphans von Nomysound entwickelte ich deshalb eine ungefähre Idee wie man ein Hörspiel aus Tweets bauen kann. Insgeheim hofften wir dabei natürlich auf ein Finale Spanien gegen Deutschland und ein spannendes, unvergessliches Spiel.

Deutschland war es dann nicht (was vielleicht ganz gut war, weil so weniger Twitternde irgendwo beim Rudelgucken ohne Handyempfang waren) und auch der Spielverlauf war mit dem deutlichen Endergebnis nicht der Spannendste.

Aber: gerade hier zeigte sich dann auch die Qualität der twitter-User, die sachkundig einordneten, Emotionen freien Lauf ließen und Leistung anerkannten. Die Tweets (favorisiert übrigens über den Kickchronik-Account) waren dann das Drehbuch, das in der Chronologie leicht verschoben wurde, um Themenblöcke zu bilden. Leider konnten deshalb nicht alle Tweets aus der Favoritenliste ihren Weg ins “#finale” finden (ursprünglich waren es 20 DIN-A4-Seiten Text).

Zu den ironischen, ärgerlichen oder erstaunten Tweets lieferte Matthias Lang, mit dem Simon Kamphans schon am preisgekrönten Hörspiel “Kennst du schon Ken?” zusammenarbeitete, Musik, die die Produktion zu einem Hörerlebnis macht.

Ursprünglich sollte alles am Montag nach dem Finale im Kasten sein, aber die zunächst zu lange Materialliste forderte viel Zeit beim Einsprechen und die Entwicklung einer Dramaturgie verlangte einige Kompromisse bei der Chronologie und einige Tweets “mussten” gekürzt werden.

Im Nomysound-Studio in Köln saßen wir an drei Tagen insgesamt gut 36 Stunden zusammen. Matthias Lang frickelte am Montag in seinem Heimstudio in Frankfurt parallell an der Musik und sampelte dazu unglaublich kunstvoll Fangesänge, ließ den Puls schlagen und flashte uns mit einem unfassbaren Musikbett. Ohne diese Fleiß- und Kreativarbeit wäre #finale nicht so gelungen. Ein herzliches Dankeschön für den Einsatz möchte ich an dieser Stelle gern loswerden. Danke, Matthias!

Insgesamt muss man sagen, dass ohne das wunderbare Teamwork, das alle Beteiligten – inklusive des wunderbaren Sprecherensembles (sehr talentierte Kolleginnen und Kollegen aus gemeinsamen Tagen beim Hochschulradio Kölncampus) – ohne Entgelt einbrachten, diese Produktion nicht möglich gewesen wäre. Deshalb freuen wir uns über jeden, der das “Hashtagfinale” seinen Freunden im Blog, bei facebook, Google Plus, Studi VZ oder Twitter empfiehlt und so auch Werbung für die Drehbuchschreiber macht.

Vielen Dank für jeden einzelnen Tweet. Um es mit Voegis Worten zu sagen:

Mir twittern die Knie!

Hier ist das Drehbuch:

flattr this!

8 Gedanken zu „Drehbuch & Entstehung von “#finale – Quelle: Fremdmaterial”

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