Linkschau IV: Gottes Söhne bedanken sich

In England ist die Trauer über das Ausscheiden der „Three Lions“ noch immer groß. Zu groß waren die Hoffnungen, viel hätte man für einen Titel gegeben. Mehr noch dafür, hätte Mann beim Titelgewinn dabei sein können…

Schon zu den blamablen Auftritten der englischen Nationalmannschaft hat David Henson sich musikalische Gedanken gemacht, aber auch nach dem Ausscheiden coverte er fleißig weiter: „At Least We´re Not As Bad As France“ oder „It Crosses The Line“ spielte er für BBC Radio 5 Live ein.

„Let´s Evaluate The Last Four“ heißt jetzt der aktuelle Track:

Ohne Blick auf die Nationalitäten hat sich der Blog „Zum Runden Leder“ schon vor dem Viertelfinale die Trikots der Halbfinalisten unter die Lupe genommen. Adidas stand da schon als Finalist fest, denn mit Deutschland, Argentinien, Spanien und Paraguay spielten in der einen Hälfte des Tableaus nur noch Mannschaften mit Adidas-Trikots.

Im Halbfinale spielen jetzt also die Pumas aus Uruguay gegen die Nikes aus den Niederlanden. Und im zweiten Halbfinale treffen die Adidas-Teams aus Spanien und Deutschland aufeinander.

„Zum Runden Leder“ hat auch auf die Schuhe geschaut. Auch hier hat Adidas die Nase vorn. Vor allem nach dem Schützenfest der deutschen Kicker gegen Argentinien.

Einer der in Adidas-Tretern – wenn auch mit dem Kopf – traf, war Thomas Müller, der für das Halbfinale leider gesperrt ist. Raphael Honigstein macht sich deshalb für CBC aus Kanada Gedanken wer den gesperrten Thomas Müller ersetzen kann. Schon komisch wenn ein deutscher Autor auf ö´s und ü´s verzichten muss, aber seinen „Ersatz-Mueller“ findet er trotzdem. In Toni Kroos:

„Likely to start? 60 per cent.“

Das kann man unterstützen.

Ansonsten bleibt das Team wohl so wie es ist. Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet – vor allem bei Spielern, die eine miese Saison gespielt haben. Arne Friedrich vorneweg. Trotz des Abstiegs wird er selbst in Berlin angehimmelt. Sogar Straßen werden nach ihm benannt wie auch katjaberlin gesehen hat:

Auch die 11 Freunde zeigte sich begeistert von der deutschen Mannschaft und hat das Erich Fried Gedicht „Es ist was es ist“ umgeschrieben. Daniel Kruse hat´s fotographiert:

Auch Amir Kassaei ist begeistert vom Auftritt der deutschen Kicker. In seinem Blog „Mission 11.Juli“ hat er mal wieder einen schönen Beitrag geschrieben mit einer fantastischen Überschrift:

Gott muss Deutschland Fan sein, sonst würde er nicht seine Söhne bei uns spielen lassen

Die Deutsche Nationalmannschaft selbst zeigt sich begeistert von der Stimmung in der Heimat und hat einen Brief an die Fans gerichtet:

Hunderttausende auf den Fanmeilen, Millionen an den Fernsehschirmen, Emotionen in schwarz-rot-gold. Unser Land feiert eine friedliche Fußballparty. Gänsehautbilder, für das gesamte Team.

Auch wenn ihr fast zehntausend Kilometer entfernt seid: Eure Unterstützung trägt hier jeden einzelnen von uns. Eure Begeisterung gibt uns einen zusätzlichen Kick. Euer Rückhalt macht uns noch stärker.

Unser Weg ist noch nicht zu Ende, die Party soll weiter gehen. In Südafrika und in Deutschland. Wir alle sind ein Team. Und wir alle haben ein ganz großes Ziel. Gemeinsam können wir es schaffen!

Eure Nationalmannschaft

Ob den Nationalspielern auch die Bilder von Orakelkrake Paul übermittelt werden ist unklar. Bisher hat er angeblich alle Spiele der Nationalmannschaft richtig vorausgesagt. Für die Begegnung gegen Spanien hat Paul nun das Aus geweissagt.

Die kress – Redaktion hat in ihrer Serie „Voll auf die Nüsse: Der Chuck-Norris-Fact des Tages“ die richtige Antwort gefunden. Schluss mit den Prophezeiungen.

Aber ist Pauls Orakel nicht eh blöder Aberglaube? Und hat man an Diego nicht gesehen, dass einen Aberglaube nicht weiterbringt:

…und auch schon 2006 wurde klar, dass Aberglaube keinen weiter bringt:

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Ein Gedanke zu „Linkschau IV: Gottes Söhne bedanken sich“

  1. „Evaluate the last four“ ist ganz groß. Schöne Randnotiz: Die Engländer scheinen aus verständlichen Gründen nicht bemerkt zu haben, dass der Jules Rimet seit Jahrzehnten außer Dienst ist.

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