Linkschau XII: Jubel, Mafia & Stadien

Am Wochenende wurde die Bundesligasaison angepfiffen und zum Glück fielen ein paar Tore. Bevor ich mich aber über Hannover 96 auslasse, möchte ich zum wiederholten Male nach Island schauen. UMF Stjarnan traf fünf Mal, jubelte aber nur zwei Mal. Grund war Neuzugang Olafur Finsen, dem zwar ein Hattrick zum Einstand gelang, der aber scheinbar noch nicht genügend mit der Mannschaft trainiert hatte, um einen eigenen Torjubel zu kreieren. Aber dank zweier weiterer Treffer bekam er auf dem Feld Anschauungsmaterial aus der Nähe.

Erst wurde geschwommen:

Dann gerudert:

St. Pauli feierte den Führungstreffer in Freiburg auch schon rudernd und sogar Hoffenheim wagte eine Polonaise . Der Siegeszug des geplanten Torjubels hat die Bundesliga also erreicht.

In Italien gab es noch keinen Grund zum Jubeln – die Saison beginnt erst am kommenden Samstag. Dafür sorgt eine Fußballsendung für Schlagzeilen. „Quelli che il Calcio“ heißt sie und Zuschauer können per SMS Nachrichten senden, die dann über ein Laufband am unteren Bildschirmrand gezeigt werden.

Nun wird befürchtet, dass die Mafia nach Informationen des „Telegraph„das Laufband nutzt, um inhaftierten Mafia-Größen Nachrichten ins Gefängnis zu schicken:

Anti-mafia prosecutors believe that members of organised crime gangs have caught onto the interactive feature, sending seemingly innocuous comments and remarks which in fact contain important messages for imprisoned mafia godfathers, many of whom continue to run their criminal empires despite being behind bars. One of the messages, allegedly of significance for a jailed criminal mastermind, simply read: “All is well, Paolo”.

Ich werde beim VIVA-Laufband in nächster Zeit auch genauer hinschauen. Könnte ja sein, dass sich die Jungs ähnlicher Methoden bedienen, die früher im „Café King“ abhingen.

Ebenfalls in Berlin steht das Olympiastadion und die Macher von „Five Stars Stadion Deluxe“ haben richtig schöne Bilder vom Schauplatz des WM-Endspiels 2006 gemacht.

Das Berliner Olympiastadion ist sicherlich nicht bekannt für kochende Emotionen, dafür geben die meisten Besucher dem Rund Bestnoten aus optischer Sicht.

Auf Schalke scheint das andersherum zu sein. Stimmung können die Schalke ja machen, aber optisch überzeugt es nicht – behaupten zumindest die Macher von schwatzgelb.de, die bei Google um eine Unkenntlichmachung der „Veltins Arena“ ersuchten. Die FAZ.net und DerWesten.de berichteten.

Ein neues Stadion erhoffen sich die Fans und Macher von Rot-Weiß Essen. Es ist eine Leidensgeschichte, die den Neubau begleitet. 31 Millionen Euro soll das Stadion kosten und im Netz gibt es eine Seite, die das neue RWE-Stadion nach den zwei Bauphasen zeigt. Sieht schick aus. Nur die Finanzierung war ob der prekären Finanzlage der Stadt Essen immer unsicher.

Obwohl RWE mittlerweile nur noch NRW-Liga spielt, scheint ein neues Stadion jetzt wieder möglich.

Zumindest kann die Stadt jetzt wieder selbst über Ausgaben entscheiden und muss nicht mehr beim Land um Erlaubnis bitten.

Bis dahin „müssen“ die RWE Fans noch ins Georg Melches Stadion ziehen, wo es zu Beginn der Saison bei der NRW-Ligapartie gegen den VfB Homberg Grund zum Jubeln gab. Alexander Thamm gelang ein Traumtor:

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